Vietnam
  Die Familie in Vietnam
 

Die Familie in Vietnam

Die Familie ist für einen Vietnamesen das “Fundament” seines Seins. Sie ernährt, beschützt und fördert ihn. In Vietnam ist der Familienzusammenhalt sehr viel wichtiger als heutzutage in den westlichen Ländern. Egal welcher Glaubensrichtung ein Vietnamese angehört oder ob er nicht gläubig ist an erster Stelle steht das Wohl und Wehe der Familie. Ein Vietnamese der keine Familie hat, ist der unglücklichste Mensch den man sich denken kann.

In Vietnam bedeutet eigenes Streben nach Erfolg und persönlichem Weiterkommen, dass es letztendlich der Familie zugute kommt. Eine Familie ist wie ein Team, wo jedes Mitglied bestrebt ist nach Möglichkeit das gesamte Team ins Ziel zu bringen.

Darüber hinaus bedeutet Familie für einen Vietnamesen auch moralische Unterstützung zu erhalten. In der Regel wird das Interesse eines Einzelnen dem Wohl der Familie untergeordnet.
Eine vietnamesische Familie hat meistens 20 bis 40 Verwandte. Sollte zum Beispiel der Onkel seine Nichte schon mehr als 15 Jahre nicht mehr gesehen haben und seine Schwägerin bittet ihn in einem Brief seine Nichte bei sich aufzunehmen und für sie gut zu sorgen, dann wird er es auch so tun. Und das auch dann wenn er selbst sehr arm sein sollte.
Natürlich gibt es auch zerstrittene Familien und einzelne Familienmitglieder die sich aus unterschiedlichen Gründen alleine durch das Leben schlagen und sich überhaupt nicht um ihre Familie kümmern. Immerhin leben in einer vietnamesischen Familien  3 bis 4 Generationen auf engstem Raum miteinander. Manchmal sogar bis zu 10 oder mehr Menschen in einem Haus. Dass dabei Streit stattfindet und häufig der ist nicht verwunderlich.


 
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